Eine Bühne für junge Musiker

Im Freizeitpark rockte am Wochenende der Nachwuchs


Pressemeldung vom 06. September 2010

Fünf Stunden Live-Musik haben die Bands der Musikschule im Krifteler Freizeitpark geboten.

Es war der perfekte Tag für ein Open-Air-Konzert. Temperaturen um die 20 Grad, kaum ein Wölkchen am Himmel und zwischen den 120 Ständen des Flohmarktes jede Menge potenzielles Publikum. Die Veranstaltungsreihe «Spiele im Park» nutzte auch die Krifteler Musikschule, um sich zu präsentieren. Die Zuhörer verstreuten sich ein wenig über den Platz. «Wenn man die alle auf einen Haufen packen würde, würde man sehen, dass es doch ganz ordentlich besucht ist», rechnete Gitarrenlehrer Thorsten Müller vor, dessen Schüler auf der Bühne standen.

Leiter Peter Schmutzler betonte, wie wichtig es ist, als Musikschule präsent zu sein – ungeachtet, wie groß die Resonanz auf das Treiben ist. «Wir sind auch immer beim Erdbeerfest und beim Weihnachtsmarkt dabei», so Schmutzler. Der starken Präsenz verdankt die Musikschule vermutlich auch den großen Zulauf. Rund 200 Schüler hat die Schule im Schnitt seit Jahren. «Das ist für eine Gemeinde mit 11 000 Einwohnern ganz ordentlich», findet der Musikschulleiter. 19 Lehrer gibt es.

Thorsten Müller hat alleine 18 Gitarrenschüler und stand am Sonntag selbst mit der Band «Blue Surf» auf der Bühne. Die Gruppen «Together», «Carrian Sky» «The Sorzls» und «Jaja» spielten außerdem junge, populäre Musik, Rock mit eigenen Texten und Songs, die Spaß machen und etwas über das Seelenleben der Musiker verraten.

Die Musikschule unterrichtet in allen üblichen Instrumenten. Neu ist der Aufbau einer Percussion- sowie einer Schauspielgruppe. Letztere soll die Schüler abholen, die nach der Zeit in der Lindenschule gerne weiter Theater spielen möchten, aber oftmals an weiterführenden Schulen nicht die Möglichkeit dazu bekommen. Durch Nachmittagsunterricht und verkürztes Abitur fallen die Theater-AGs in den Schulen oftmals weg. «Mit der Truppe haben wir dann auch die Möglichkeit, Verknüpfungen herzustellen und auch mal ein Singspiel aufzuführen», erläuterte Schmutzler.

Wer sich für das Musikschulangebot interessiert, dem seien die Schnupperkurse ans Herz gelegt. Da können Interessenten für 60 Euro vier Einzelstunden nehmen und erst einmal schauen, ob ihnen das Instrument, der Unterricht und der Lehrer liegen. «Über 70 Prozent der Kinder, die geschnuppert haben, sind geblieben. Das spricht für das Modell», ist Schmutzler zufrieden.