Schüler üben Posaune und Pantomime


Frankfurter Rundschau vom 08. März 2012

Neue Kooperation zwischen Weingarten- und Musikschule / Orchester zieht in Aula ein

Schlagzeug spielen lernen oder eine Theaterrevue einstudieren – an der Weingartenschule in Kriftel können Kinder und Jugendliche vom kommenden Schuljahr an zwei neue Angebote nutzen. Die kommissarische Schulleiterin Silvia Schmidt will mit der Musikschule des Kulturforums zusammenarbeiten und Instrumentalunterricht sowie eine Theater-AG in den Nachmittagsstunden anbieten.

Die Lehrer der Musikschule werden mit Gruppen von zwei bis drei Schülern an Klavier, Gitarre, Saxophon, Trompete, Posaune, Querflöte und Schlagzeug üben. Mit der Lindenschule besteht ein ähnliches Angebot. Zudem soll das Musikschulorchester vom Proberaum der evangelischen Kirchengemeinde in die Aula der Weingartenschule umziehen. Schmidt hofft, damit Interesse an der Orchesterarbeit zu wecken.

Gruppenunterricht in Theater und Pantomime will die Theaterregisseurin Solvei zu Erbach-Schönberg, die seit Jahren Kurse an der Musikschule leitet, anbieten. In der Theater-AG soll auch für die jährlich am Schuljahresende stattfindende Revue geprobt werden. „Die Erweiterung unseres Mitmach-Angebots in den musischen Fächern stellt einen schönen Ausgleich zum mitunter doch recht anstrengenden Schulalltag dar“, sagt Rektorin Schmidt.

Förderzuschüsse erwartet

Wie hoch die Gebühren für die neuen Angebote sein werden, steht noch nicht fest. Johann Georg Schröder, erster Vorsitzender des Kulturforums, hofft, Fördermittel organisieren zu können. Auch die Schule wird einen Zuschuss geben.

Die Musikschule verfügt nicht über ein festes Quartier. Lehrer und Schüler nutzen verschiedene Gemeinderäume. Derzeit werden rund 300 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Neben Nachmittagskursen, Sportprogramm und Arztterminen bleibe vielen Kindern außerhalb der Schule kaum noch Zeit, ein Instrument zu lernen, sagt Musikschulleiter Peter Schmutzler. Das wisse er von vielen Eltern. Mit den neuen Projekten blieben den Schülern lange Wege und damit Zeit erspart.

„Die in Kriftel vorhandenen räumlichen und personellen Kapazitäten können im Interesse unserer Kinder noch besser genutzt werden“, freut sich Bürgermeister Christian Seitz (CDU). (jen.)