Neun Fragen an Regina Burkert


Pressemeldung vom 27. November 2012

In der Musikschule des Kulturforums Kriftel werden Kinder wie auch Erwachsene im Spiel verschiedener Musikinstrumente von Fachkräften unterrichtet, die wir in loser Reihenfolge in dieser Zeitung vorstellen werden. Die Lehrkräfte werden um Beantwortung von neun Fragen gebeten. Heute stellen wir die Musikpädagogin Regina Burkert vor. Sie wohnt in Kriftel, ist verheiratet und hat einen Sohn. Ihr Instrument ist das Klavier.

Es gibt viele ganz unterschiedliche Musikinstrumente. Was ist für Sie das Besondere Ihres Instrumentes?

Klaviere sind sehr vielseitige Instrumente. Sie sind bekannt für mehrstimmiges Spiel, mögen zwei, aber auch vier Hände, machen gerne Musik zusammen mit anderen Instrumenten, besitzen einen riesigen Tonumfang und zaubern laute oder leise, filigrane oder rauschende, kantable oder dramatische Klänge nicht zuletzt mithilfe des sogenannten "Haltepedals" in die Ohren der Zuhörer.

Wann haben Sie begonnen, sich aktiv mit Musik zu beschäftigen?

Ich war acht Jahre alt, als ich angefangen habe, Flöte zu lernen. Eigentlich wollte ich gerne Klavier spielen lernen, aber da ein Klavier sehr teuer ist, schreckten meine Eltern davor zurück, eins anzuschaffen, und ich bekam zunächst Trompetenunterricht. Ich schaffte es sogar in den Posaunenchor, blieb dort auch eine ganze Weile und durfte schließlich mit Klavierunterricht starten, als ich 10 1/2 Jahre alt war.

Können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie zum ersten Mal vor Publikum gespielt haben?

Die ersten Male vor Publikum waren sehr spannend: Die Finger zitterten und die Noten verschwammen. Aber vor Publikum finde ich es noch immer spannend, nur dass die Noten zum Glück nicht mehr "schwimmen" können.

Wie ist Ihre weitere Ausbildung verlaufen?

Das Klavier spielen hat mir sehr viel Spaß gemacht und es kam nach dem Abitur und bestandener Aufnahmeprüfung, die man längerfristig vorbereiten muss, zum Musikstudium an der Musikakademie der Stadt Kassel. Als Staatlich geprüfte Musiklehrerin mit Hauptfach Klavier begann ich gleich nach dem Examen an der Musikschulabteilung der Musikakademie in Kassel zu unterrichten, und nahm auch selber noch Klavier,- Cembalo,- und Orgelunterricht.

Seit wann unterrichten Sie in Kriftel? Wie viele Schüler unterrichten Sie derzeit an der Musikschule des Kulturforums?

Ich unterrichte seit Anfang 2002 an der Musikschule in Kriftel und habe zurzeit sieben Schüler.

Welches sind Ihre weiteren musikalischen Aktivitäten?

Ich spiele oft sonntags im Gottesdienst der Freien Evangelischen Gemeinde in Kriftel.

Was bedeutet die Musik für Sie persönlich?

Musizieren ist ein genialer Ausgleich im Alltag. Ich kann mich darin verlieren und sozusagen abtauchen. Ein großes Vorbild ist J.S. Bach mit seinem Motto "SDG" (Soli Deo Gloria).

Welche Musik hören Sie derzeit am liebsten?

Mein Musikgeschmack ist breit gefächert und umfasst Vieles aus Klassik, Jazz und U-Musik. John Cage’s „4’33“ ist auch schon mal „Programm“.

Haben Sie einen Lieblingskomponisten oder ein Lieblingswerk?

Nennen könnte ich an dieser Stelle die Klavierwerke von Chopin und Debussy, die mich neben manch anderen Kompositionen sehr faszinieren.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, wenn Sie keine Musik machen?

Meine Hobbys sind Familie, Radfahren und Backen.