Neun Fragen an Constanze Müller


Pressemeldung vom 17. Dezember 2012

In der Musikschule des Kulturforums Kriftel werden Kinder wie auch Erwachsene im Spiel verschiedener Musikinstrumente von Fachkräften unterrichtet, die wir in loser Reihenfolge in dieser Zeitung vorstellen werden. Die Lehrkräfte werden um Beantwortung von neun Fragen gebeten. Heute stellen wir die Musikpädagogin Constanze Müller vor. Sie wohnt in Niedernhausen, ist verheiratet und hat einen Sohn. Ihr Instrument ist das Akkordeon.

Es gibt viele ganz unterschiedliche Musikinstrumente. Was ist für Sie das Besondere Ihres Instrumentes?

Es ist sehr vielfältig. Man kann alleine damit Musik machen, in kammermusikalischen Besetzungen, und auch für Akkordeon-Orchester gibt es mittlerweile viel gute Musik.

Wann haben Sie begonnen, sich aktiv mit Musik zu beschäftigen? Können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie zum ersten Mal vor Publikum gespielt haben?

An das Akkordeon wurde ich schon sehr früh heran geführt, da meine Geschwister beide schon auf diesem Instrument spielten, als ich zur Welt kam. Für mich war immer klar, dass ich auch einmal Akkordeon spielen möchte. Mit acht Jahren durfte ich endlich damit beginnen. Ich bekam damals zu Weihnachten einen Gutschein für meinen ersten Unterricht. Mein erster Auftritt war ein Vorspiel der Akkordeon-Klasse meiner damaligen Lehrerin, an den ich mich aber nur noch schemenhaft erinnern kann. Lang, lang ist's her...

Wie ist Ihre weitere Ausbildung verlaufen?

Ich habe mich in meiner Jugend schon sehr früh dafür entschieden, mein Hobby zu meinem Beruf zu machen und Akkordeon-Lehrerin zu werden. Deshalb habe ich mich gezielt auf eine Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium mit Hauptfach Akkordeon vorbereitet. Dazu gehörten auch Vorbereitungen auf die Nebenfächer Klavier, Musiktheorie und Gehörbildung. So konnte ich nach meinem Abitur und bestandener Aufnahmeprüfung an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt mein Musikstudium aufnehmen. Dies schloss ich als Diplom-Musiklehrerin mit Hauptfach Akkordeon ab.

Seit wann unterrichten Sie in Kriftel? Wie viele Schüler unterrichten Sie derzeit an der Musikschule des Kulturforums?

Ich unterrichte hier in Kriftel seit Juli 2004. Da es das Instrument Akkordeon vorher noch nicht im Unterrichtsangebot gab, war es natürlich erst einmal recht schwierig, eine kleine Klasse aufzubauen.

Welches sind Ihre weiteren musikalischen Aktivitäten?

Außer in Kriftel unterrichte ich beim Akkordeon-Orchester Roßdorf und leite dort auch das Schüler- sowie das Jugendorchester. Als Musikerin spiele zusammen mit meinem Mann (dem Gitarrenlehrer Thorsten Müller) als „Duo Volta“ sowie im „Quinteto del Fuego“, einem Quintett, das sich mit der Tangomusik des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla beschäftigt.

Was bedeutet die Musik für Sie persönlich?

Musik bestimmt mein ganzes Leben, und das schon seit beinahe 25 Jahren. Für mich gehört Musik zum Leben wie die Luft zum Atmen. Wie wichtig Musik schon im Kindesalter ist, sehe ich an meinem kleinen Sohn, mit dem ich zur musikalischen Früherziehung gehe, seit er ein Jahr alt ist. Er singt den ganzen Tag und trommelt auf allen möglichen Sachen herum.

Welche Musik hören Sie derzeit am liebsten? Haben Sie einen Lieblingskomponisten oder ein Lieblingswerk?

Wenn man den ganzen Tag mit Musik zu tun hat, ist man, ehrlich gesagt, manchmal froh, wenn man mal keine Musik um sich hat. So schalte ich manchmal bewusst das Radio aus, wenn ich nach einem langen Unterrichtstag nach Hause fahre, und genieße die Ruhe. Zu Hause laufen im Moment eher Kinderlieder.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, wenn Sie keine Musik machen?

Ich lese gerne und bin mit meiner Familie oft draußen unterwegs beim Geocachen. Mein größtes Hobby ist allerdings mein kleiner Sohn Simon, der mich mit seinen zweieinhalb Jahren und seinem Entdeckungsdrang ganz schön auf Trab hält und dafür sorgt, dass es nie langweilig wird...