Neun Fragen an Ute Frenzel


Pressemeldung vom 14.01.2013

In der Musikschule des Kulturforums Kriftel werden Kinder wie auch Erwachsene im Spiel verschiedener Musikinstrumente von Fachkräften unterrichtet, die wir in loser Reihenfolge in dieser Zeitung vorstellen werden. Die Lehrkräfte werden um Beantwortung von neun Fragen gebeten. Heute stellen wir die Musikpädagogin Ute Frenzel vor. Sie ist verwitwet und wohnt in Hofheim. Ihr Instrument ist die Blockflöte.

Es gibt viele ganz unterschiedliche Musikinstrumente. Was ist für Sie das Besondere Ihres Instrumentes?

Die Blockflöte ist vielseitiger als allgemein angenommen wird. Sie ist nicht nur ein Einstiegsinstrument. Es gibt mittlerweile Literatur aus allen Stilrichtungen für die gesamte Blockflötenfamilie – Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöte - und für das Ensemblespiel.

Wann haben Sie begonnen, sich aktiv mit Musik zu beschäftigen?

Schon in der Grundschule experimentierte ich viel mit der Blockflöte herum. Zuhause gab es ein Klavier, auf dem ich mir mit Begeisterung Melodien ausdachte. Später faszinierte mich zudem die Geige, die ich ab dem 13. Lebensjahr spielte.

Können Sie sich daran erinnern, wie es war, als Sie zum ersten Mal vor Publikum gespielt haben?

Oh ja! Mit 16 Jahren spielte ich ein Violinkonzert vor der ganzen Schule. Ich war so nervös, dass man mich auf die Bühne der Aula schubsen musste. Aber es ging alles gut. Und daraufhin grüßten mich plötzlich alle Lehrer…

Wie ist Ihre weitere Ausbildung verlaufen?

Nach einer Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin habe ich drei Jahre in einem Kinderheim in Kelkheim gearbeitet und in dieser Zeit auch zu verschiedenen Anlässen mit den Kindern musiziert. Da ich immer gerne gesungen habe, nahm ich Gesangsstunden am Konservatorium in Mainz. Später widmete ich mich intensiv dem Geigenspiel. Ich nahm Unterricht bei einem Mitglied des Frankfurter Opernorchesters und spielte in Kammerorchestern in Hofheim und Kelkheim.

Dann besann ich mich wieder auf die Blockflöte und studierte sie genauer bei dem Musiker Johannes Fischer in der Darmstädter Akademie für Tonkunst. Schließlich verfiel ich diesem Instrument gänzlich und nahm auch noch an weiteren Fortbildungskursen teil.

Seit wann unterrichten Sie in Kriftel? Wie viele Schüler unterrichten Sie derzeit an der Musikschule des Kulturforums?

An der Krifteler Musikschule unterrichte ich seit 20 Jahren. Momentan habe ich 14 Schülerinnen und Schüler. Ich habe hier auch das Ensemble „Die Rattenfänger von Kriftel“ gegründet, mit dem ich öfter bei Veranstaltungen in der Gemeinde auftrete.

Welches sind Ihre weiteren musikalischen Aktivitäten?

Aktuell konzentriere ich mich auf den Blockflötenunterricht.

Was bedeutet die Musik für Sie persönlich?

Aktives Musizieren war immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Musik löst bei mir Emotionen aus wie Heiterkeit, Traurigkeit, Harmonie oder Bewegungsdrang. Ich kann mich je nach Stimmungslage ihrer bedienen.

Welche Musik hören Sie derzeit am liebsten?

Ich besuche oft Sinfonie- und Kammermusikkonzerte und die Oper, höre aber auch gerne Jazz sowie Unterhaltungs- und Tanzmusik.

Haben Sie einen Lieblingskomponisten oder ein Lieblingswerk?

Eigentlich nicht.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, wenn Sie keine Musik machen?

Ich wandere viel, male und schwimme gerne und liebe es, mit meinen Enkelkindern zusammen zu sein.